Brötchentaste | 03.12.2008
Drückt man auf sie drauf, kommt kein Brötchen heraus. Trotzdem heißt sie "Brötchentaste". Und was ist eigentlich mit "lightcyclen" oder "Gustotainment" gemeint? Neue Wortschöpfungen braucht das Land. Wirklich?
Punkt | 26.11.2008
Der Punkt ist ein Objekt ohne jede Ausdehnung im Raum. Aber auf die Größe kommt es ja bekanntlich nicht an. "Klein, aber oho" bringt er die Sprache nicht nur Punkt für Punkt voran, sondern auch zum Abschluss.
Grund | 19.11.2008
Im Vordergrund stehen wichtige Dinge, im Hintergrund halten sich vor allem schüchterne Menschen und im Untergrund leben Kriminelle. Hier wird dem Grund mal so richtig auf den Grund gegangen.
Das rollende "r" | 12.11.2008
Wer einen deutschen Text liest, stößt durchschnittlich bei jedem zwölften Buchstaben auf ein "r". Es ist nach dem "n", "e" und "i" der vierthäufigste Buchstabe. Aber wie wird er ausgesprochen? Eine kleine Lautmalerei.
Wo man so lebt | 05.11.2008
Wohnorte gibt es, die gibt es nicht: Schlauberg zum Beispiel oder Wolkenkuckucksheim. Und auch wer im siebten Himmel schwebt, hält sich da meist nur kurz auf, ohne Aussicht auf einen dauerhaften Wohnsitz.
Haariges | 29.10.2008
Prachtvolle Perücken zierten früher die Häupter der Adligen, Adlerfedern waren es bei vielen Indianern, die Punk-Jugend der 80er stand auf bunte Farben. Haare haben eine große symbolische Bedeutung – auch in der Sprache.
Müsli | 22.10.2008
"Johannes und Margarete" – heißt so etwa ein Märchen der Brüder Grimm? Die Vornamen standen jedenfalls Pate, als die Autoren "Hänsel und Gretel" schrieben. Sie nutzten die Verkleinerungs- oder Koseform, das Diminutiv.
Sitzen | 15.10.2008
Bevor man sitzt, muss man sich erst mal setzen. Beides – sitzen und setzen – entwickelte sich aus dem alten Verb "gesetzen". "Geh dich setzen" sagt man heute. Und schon sitzt man. Zum Beispiel auf dem Gesäß.
Blut | 08.10.2008
Ob blau, kalt oder gefroren – Blut ist ein ganz besonderer Saft. Es ist das Lebenselixier des Menschen. Aber Blut hält nicht nur ihn am Leben, sondern es belebt sogar die Sprache.
Kraut und Rüben | 01.10.2008
Der Sprachmarktplatz bietet viel an Vegetarischem: Tomaten auf den Augen. Oder Äpfel, die nicht weit vom Stamm fallen. Vergleiche mit Obst und Gemüse sind nicht immer vorteilhaft – aber stets anschaulich.
Herbstgeräusche | 24.09.2008
Der Herbst hat seine eigene Geräuschkulisse. Das Rascheln der Blätter und das Pfeifen des Windes sind typisch für diese Jahreszeit. Aber auch das Schniefen und Husten der erkälteten Mitmenschen gehören dazu.
Stock | 12.09.2008
Stock ist nicht gleich Stock. Deshalb kann man, wenn davon die Rede ist, gut vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen. Überall liegt er herum, der Stock. Menschen werfen ihn, Hunde holen ihn – er ist wohl nichts Besonderes …
Gott | 10.09.2008
Er sieht aus wie ein junger Gott. Das hat ja Gott sei Dank geklappt. Herrgott noch mal! Gott erfreut sich in der deutschen Alltagssprache großer Beliebtheit – selbst wenn keine religiöse Gesinnung dahinter steckt.
Lampe, Licht und Leuchter | 03.09.2008
Lampen und Leuchter machen dunkle Räume hell. Damit einem Menschen ein Licht aufgeht, braucht es aber häufig mehr als bloß elektrischen Strom. Egal, ob Armleuchter oder heller Kopf – wir bringen für Sie Licht ins Dunkel.
Socken | 27.08.2008
Wer sich auf die Socken macht in die weite Welt, trifft dort womöglich auf arme Socken, vielleicht auch auf rote – oder gar auf kriminelles Gesocks. Da kann man schon mal von den Socken sein.
Jiddisches Deutsch | 20.08.2008
Zoff, Zores und Stuss sind bekannte deutsche Wörter. Aber wo haben sie ihren Ursprung? Wer genau hinhört, erkennt: Wir alle sprechen ein bisschen Jiddisch – wir wissen nur nicht immer, was wir da eigentlich sagen.
Eiskalt | 13.08.2008
Eiseskälte herrscht nicht nur, wenn es friert. Denn auch in großer Hitze kann es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen. Da ist es wichtig, cool zu bleiben – natürlich ohne kaltschnäuzig zu sein.
Tollpatsch trifft Hallodri | 06.08.2008
Ein Tollpatsch ist kein Hallodri – und umgekehrt. Dennoch sind sie sich ähnlicher, als man zuerst glauben würde. Und das liegt nicht nur daran, dass beide Namen ihren Ursprung in anderen Sprachen haben.
Gehen | 30.07.2008
Mal geht man seinen Weg, mal eher auf dem Zahnfleisch. Dann heißt es: Dagegen angehen, aber umgehend! Ansonsten geht man nämlich unter oder sogar drauf. Und dann geht bekanntlich gar nichts mehr.
Maß für Maß | 23.07.2008
Elle, Daumen, Mittelfinger – Körpermaße sind bei jedem anders. Deshalb misst man heute auch nicht mehr mit Händen und Füßen. Manchmal nützt aber selbst das metrische System nichts, nämlich dann, wenn das Maß voll ist.
Marmor, Stein und Eisen | 16.07.2008
Edelsteine kann man im Schmuckgeschäft kaufen. Den Stein der Weisen aber findet man nur durch Nachdenken – so wie Albert Einstein zum Beispiel. Ein weltberühmter Mann, doch steinreich ist auch er nicht geworden.
Fallen | 09.07.2008
Vielfältig ist die Bedeutung von "Fallen". Auffallend vielfältig. Fallen lauern überall, und wenn wir nur auf eine reinfallen und nur einmal hinfallen, so mag das anderen gefallen, uns nicht. Darum: Vorsicht, Falle!
Ausgewanderte Wörter | 25.06.2008
Immer mehr Deutsche wandern ins Ausland aus. Das ist eine bekannte Entwicklung. Aber nicht nur Menschen, auch Wörter verlassen das Land, um im Ausland ein neues Leben zu beginnen.
Oben und unten, nah und fern | 24.06.2008
Wer im siebten Himmel schwebt, verliert oft den Boden unter den Füßen und muss von anderen zurück auf den Teppich geholt werden. Um nah und fern, oben und unten dreht sich vieles in der deutschen Sprache.
Sommergeräusche | 18.06.2008
Der Sommer hat einen ganz besonderen Klang. Grillen zirpen, Vögel zwitschern und sanfter Sommerregen prasselt leise. Aber man hört auch wieder die Nachbarn – und die mähen natürlich am Sonntagnachmittag den Rasen.
Fußball – In der Tiefe des Raumes | 11.06.2008
Fußball ist für die einen die schönste Nebensache der Welt, die sie in einen wahren Spielrausch versetzt. Für die anderen ist Fußball der größte Käse der Welt, der sie ins Abseits des familiären Zusammenlebens lockt.
Hut | 04.06.2008
Ursprünglich waren Kopfbedeckungen ein Zeichen der Würde eines bestimmten Standes. Doch heute ist der Hut ein Modeaccessoire, das man passend zur Kleidung trägt. Trotzdem gibt es zahlreiche Redewendungen rund um den Hut.
Äh | 28.05.2008
Äh ist ein Pausenfüller zwischen zwei Sätzen. Es ist ein Übergang zwischen Reden und Schweigen. Wenn ein Sprecher nicht zu oft Äh sagt, fällt es niemandem auf. Häufen sich aber die Ähs, wird es anstrengend zuzuhören.
Der Ausdruck des Körpers | 21.05.2008
Manche Menschen haben Tomaten auf den Augen, andere haben Pudding in den Beinen und wieder andere haben einen Floh im Ohr. Natürlich nur im übertragenen Sinne! Im Deutschen gibt es viele Redewendungen rund um den Körper.
Fast unzertrennlich | 15.05.2008
Aus eins mach zwei und manchmal mehr – im Deutschen gibt es viele Wörter, die aus mehreren Wörtern zusammengesetzt sind. Manche von ihnen gehören zusammen. Eine Trennung ergibt einfach keinen Sinn mehr.
Zumutung | 06.05.2008
Die Beine zittern und es kribbelt im Bauch – wenn man auf einem hohen Sprungbrett steht und unter Höhenangst leidet, hat man sich vielleicht ein bisschen viel zugemutet. Zu jeder Zumutung gehört eben auch Mut.
Im Oberstübchen | 30.04.2008
Jemandem, der nicht alle Tassen im Schrank hat, fehlt es nicht an Geschirr. Es braucht auch nicht jeder, der einen Dachschaden hat, einen Dachdecker. Gaga, meschugge oder plemplem – ein bisschen verrückt ist doch jeder.
Kulinarisches | 23.04.2008
Viele Köche verderben den Brei! Das gilt nicht nur in der Küche, sondern auch im Autohaus. Denn dort gibt es ausgekochte Verkäufer, Kunden, die immer eine Extrawurst wollen, und Ehefrauen, die Haare in der Suppe finden.
Zähne | 15.04.2008
Sie wurzeln im Kiefer und ragen für gewöhnlich in die Mundhöhle. Sie sind knochenähnliche Gebilde und dienen zur Zerkleinerung der Nahrung. Ja, Zähne – sie sind Kauwerkzeuge, wie sie im Munde stehen!
Verschobenes | 08.04.2008
Es gibt Schieber mit und ohne Mütze. Man kann verschieben und verschoben werden. Nicht jede Schiebung ist Bewegung, der Schieber aber ist eine besondere Bewegungsart. Verschiebebahnhöfe können auch Rangierbahnhöfe sein.
Schlag | 02.04.2008
Boxer schlagen mit den Fäusten; Vögel mit Flügeln. Schachspieler schlagen ihre Gegner auf dem Brett. Freude lässt Herzen höher schlagen, aber niemand möchte vom Schlag getroffen werden. Sogar Hosen haben einen Schlag.
Zu Potte kommen | 26.03.2008
Zügig zu Potte kommen ist von Vorteil – nicht nur im Ruhrpott, sondern auch für die Schönen wie Potthässlichen. Wer nicht so richtig in die Pötte kommt, muss sich aber nicht grämen. Ist oft eh alles Pott wie Deckel.
Frühling | 19.03.2008
Einige Frühlingsworte: blühen, riechen, erwachen, Hauch, endlich, ersehnt, Luft, Knospen, aufbrechen, ausschlagen ... Ein Wildwuchs an Worten, unsortiert, bunt wie der Frühling selbst.
Total verwinkelt | 12.03.2008
Winkel auf dem Geodreieck. Der Schulterblick gegen den toten Winkel. Die Idylle im Winkel. Winkel auf dem Sportplatz, samt unmöglichem Winkel – und der liebe Gott spielt auch eine Rolle. Im Herrgottswinkel.
Hölle | 05.03.2008
Eine heiße „Home-Story“ gefällig? Dazu müssen wir in die Tiefe gehen: Wir fahren zur Hölle. Wie kommt man da hin? Wie kommt man da raus? Und was passiert mit der Sprache an diesem teuflischen Ort?
Stille Wasser sind tief | 27.02.2008
Wasser ist Leben. Es fließt, rauscht und rast, wenn es in Massen kommt. Es plätschert als Bächlein und blubbert im Kochtopf. Es gibt viele Ausdrücke und Redewendungen rund um das nasse Element.
Alltagsallerlei | 20.02.2008
Der Wecker klingelt. Ein neuer Tag beginnt. Der Alltagstrott bleibt. Eintönig und immer das Gleiche. Tagaus, tagein. Grauer Alltag. Wenigstens gibt es den Feierabend. Doch der beginnt mit Schlange stehen im Supermarkt.
Rauch | 13.02.2008
Was für ein Genuss – dieses Einsaugen des Rauchs glimmender Pflanzenteile in die Mundhöhle, verbunden mit dem Transport des Rauchs in die Lunge. Schade, dass es das Rauchen bald nicht mehr gibt - Schade?
Tierisches | 06.02.2008
Der Teich ist nur einen Katzensprung entfernt, sagte die falsche Schlange zur dummen Gans und freute sich tierisch, dass es so leicht gewesen war, ihr einen Bären aufzubinden. Deutsch ist ganz schön tierisch.
Adeliges Allerlei | 30.01.2008
"Oh welch ein fürstliches Mahl", lobte die Gräfin die Herzoginnenkartoffeln und den Hummer aus kanadischen Hoheitsgewässern. Zur Krönung des Essens gab es noch Kaiserschmarrn. Es gibt allerlei Adeliges im Deutschen.
Amtsdeutsch | 23.01.2008
Postwertzeichen, Fahrtrichtungsanzeiger, Spontanvegetation – Amtsdeutsch sprechen in Deutschland nur Juristen und Behörden. Normale Bürger verstehen meist nichts. Sie hören nur den Amtsschimmel wiehern.
Bunte Sprache | 16.01.2008
Farbe bringt Freude ins Leben und Ausdruck in die Sprache. Gelb ist der Neid, grün die Farbe der Hoffnung, blau das Blut der Adeligen und schwarz die Zukunft der Pessimisten. Ganz schön bunt - die deutsche Sprache…
Vernehmliches Rieseln | 09.01.2008
Die stille Jahreszeit ist gar nicht so still, wenn man genau hinhört. Zwar rieselt der Schnee leise, aber es kann im Winter auch mal krachen: Wenn das Eis auf dem See knackt oder Silvesterböller in den Himmel fliegen.
Fein | 02.01.2008
Es ist einsilbig, aber wer es benutzt, lobt mit ihm in den höchsten Tönen: das Wort "fein" ist klein, aber fein. Die verschiedenen Bedeutungen dieses Wörtchens gilt es allerdings fein säuberlich zu unterscheiden.
Herz | 21.12.2007
Jeder hat ein Herz. Aber nicht jeder hat Herz, dieses gewisse Etwas, das nur wenig mit dem faustgroßen Hohlmuskel, "Herz" genannt, zu tun hat, der bis zum Lebensende tagein, tagaus Blut durch den Körper pumpt.