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Nachrichten | 18.03.2010 | 21:00 UTC

Schneiderhan weist Vorwürfe im Kundus-Ausschuss zurück

BERLIN: Der frühere Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan hat den Vorwurf zurückgewiesen, er habe nur unzureichend Informationen über den umstrittenen Luftangriff beim nordafghanischen Kundus weitergegeben. Dies gelte auch für den Feldjägerbericht zu dem Thema, sagte Schneiderhan vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages. Er bestätigte die Existenz einer "Gruppe 85", die nach Medienberichten für eine positive Darstellung des Angriffs sorgen sollte. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte Schneiderhan und den damaligen Verteidigungsstaatssekretär Peter Wichert im November mit der Begründung entlassen, sie hätten ihm wichtige Akten vorenthalten. Auch Wichert wies inzwischen im Ausschuss diesen Vorwurf zurück.--Der Minister hatte den Angriff mit bis zu 142 Toten zunächst als militärisch angemessen bewertet, dies später aber mit Verweis auf neue Informationen revidiert.



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