Kultur | 28.04.2008 | 15:00 UTC
Pionier der elektronischen Musik gestorben
Tristram Cary ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Der in England geborene Komponist, der Gruppen wie Pink Floyd, The Who und Roxy Music inspirierte, starb im australischen Adelaide. Cary baute eines der ersten Tonstudios für Elektromusik auf und wanderte 1974 nach Australien aus. Stephen Whittington von der Universität in Adelaide sagte, Carys Beitrag zur Musikkultur sei "unmöglich zu quantifizieren".
Cary, der am 14. Mai 1925 in Oxford geboren wurde, war im Zweiten Weltkrieg Radartechniker bei der britischen Marine und machte sich die deutsche Technologie, Klang auf Magnetband aufzunehmen, schnell zu eigen. Er komponierte 1955 die Filmmusik für die Krimikomödie "Ladykillers" aus den britischen Ealing Studios. In den 60er-Jahren produzierte er Musik für die britische TV-Fantasy-Serie "Dr. Who". Cary arbeitete unter anderem auch am ersten tragbaren Synthesizer mit, den die britische Rockgruppe Pink Floyd für ihr Album "Dark Side Of The Moon" einsetzte. "Er legte die Grundsteine", sagte Whittington. "Ohne ihn hätten wir kein Techno, Hip-Hop oder irgendeine andere Musik, die auf Technologie beruht."
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