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Kultur | 08.05.2008 | 09:00 UTC

Spitzweg konnte mehr

Wer an den Maler Carl Spitzweg denkt, hat gleich das Bild "Der arme Poet" vor Augen. Dass sein Oeuvre bedeutend vielfältiger ist, zeigt eine Doppelausstellung anlässlich des 200. Geburtstags des Künstlers in Radolfzell am Bodensee vom 9. Mai bis zum 3. August. Das Stadtmuseum präsentiert ergänzend zu seinem dauerhaft eingerichteten Spitzweg-Kabinett Frauenbilder des Münchner Biedermeier-Malers. Gleichzeitig sind in der Städtischen Galerie Villa Bosch Gärten und Landschaften von Spitzweg und seinen Malerfreunden zu sehen. Darunter sind Leihgaben aus Museen, aber auch Werke aus Privatsammlungen, die bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren. Die Doppelschau macht deutlich, dass Spitzweg (1808-1885) entgegen dem landläufigen Image eines eigenbrötlerischen und leicht kauzigen Künstlers ein weit gereister und gebildeter Mann war.

 

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