Fokus Amerika | 04.07.2008 | 02:15
Freiheit für Betancourt - Triumph für Uribe
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Ingrid Betancourt mit ihrer TochterDie spektakuläre Befreiung der kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt ist in ihrer Heimat und im Ausland mit großer Freude aufgenommen worden. "Ganz Frankreich ist glücklich", sagte der französische Staatschef Nicolas Sarkozy. Nach über sechsjähriger Gefangenschaft sind die prominenteste Geisel der FARC-Guerilla sowie 14 weitere Menschen von der kolumbianischen Armee befreit worden.
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Alvaro Uribe und Ingrid Betancourt bei Pressekonferenz nach FreilassungDie Befreiung von Ingrid Betancourt ist vor allem auch ein Triumph für Álvaro Uribe: Denn Betancourt wurde letztlich von der Armee befreit und nicht durch Verhandlungen - eine Bestätigung für den Präsidenten, der sich trotz internationalen Drucks stets geweigert hatte, mit der Guerillabewegung zu verhandeln. Zugleich ist die FARC geschwächt, weil sie immer mehr Mitglieder verliert, sowohl in Kämpfen als auch durch Deserteure. Ist die Befreiung von Ingrid Betancourt der Anfang vom Ende der FARC?
Vom Marxismus zum Terrorismus
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Ist die FARC geschwächt?Gegründet wurden die "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" 1964 als marxistische Guerillabewegung, deren ursprünglicher Kampf den Landreformen in Kolumbien galt. Als das Land in den 1980er Jahren jedoch zu einem der größten Kokainproduzenten weltweit wurde, wuchsen auch die Verflechtungen mit dem Drogenkartell und in einigen Landesteilen übernahm die FARC quasi staatliche Funktionen. Mit zeitweise bis zu 20.000 Mitgliedern war und ist FARC die größte Rebellenorganisation Lateinamerikas.
Wie funktioniert Integration?
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Parallelwelten in Deutschland? Seit den siebziger Jahren hat Deutschland Gastarbeiter, vor allem aus der Türkei, angeworben, doch erst seit wenigen Jahren definiert man sich auch als Einwanderungsland. Die Integration läuft nur schleppend und mittlerweile bilden sich sogar Parallelwelten. Die USA hingegen sind ein Schmelztigel verschiedener Kulturen, Nationen und Hautfarben – dort funktioniert Integration offenbar. In der Reihe: "Transatlantischer Austausch" geht der Fokus Amerika in dieser Woche auf die Suche nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Amerikanern und Deutschen.
Teil 4: Wie funktioniert Integration in den USA?
Redaktion: Ina Rottscheidt
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