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Meinung | 06.07.2008 | 06:05

Deutschland-USA: wie steht es um die Wertegemeinschaft?

Die neue US-Botschaft am Pariser Platz im Herzen von Berlin: so wie auf dem Vorplazt gibt es auch in den deutsch-amerikansichen Beziehungen einiges auf- und auszuräumenGroßansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Die neue US-Botschaft am Pariser Platz im Herzen von Berlin: so wie auf dem Vorplazt gibt es auch in den deutsch-amerikansichen Beziehungen einiges auf- und auszuräumen

In diesen Tagen wurde in Deutschland und den USA der Berliner Luftbrücke gedacht. 60 Jahre später haben die USA an historischer Sätte, am Pariser Platz in Berlin, ihre neue Botschaft eingeweiht. Die Betrachtung der transtlantischen Beziehungen im Verlauf der dazwischenliegenden Zeitspanne fällt kritisch aus.

Eine der prominentesten Baulücken in Berlin gehört seit vergangenem Freitag der Geschichte an: im Herzen der Hauptstadt neben dem Brandenburger Tor ist nach mehrjähriger Bauzeit die neue US-Botschaft eingeweiht worden. In den Festreden haben Bundeskanzlerin Merkel, Außenminister Steinmeier und andere hochrangige Vertreter der Politik einhellig die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen in der Nachkriegsgeschichte und bei künftigen Herausforderungen hervorgehoben. Vielleicht lag es ja daran, dass niemand als Spielverderber inmitten der allgemeinen Feierlaune da stehen wollte. Doch bei genauerer, ehrlicher Betrachtung, muss man heute, 60 Jahre nach der Berliner Luftbrücke, wohl mehr über die Unterschiede als über die Gemeinsamkeiten im transatlantischen Verhältnis reden, meint Bettina Marx.

  • Chancengleichheit? .... steht in Deutschland nur auf dem Papier!

Vater in Mutterrolle - immer noch eher die Ausnahme als die RegelBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Vater in Mutterrolle - immer noch eher die Ausnahme als die Regel Es gibt Jubiläen, bei denen man gar nicht so recht weiß, wie man sie würdigen soll. Der 1. Juli ist so ein Tag: an diesem Datum des Jahres 1958 trat in Deutschland das Gleichstellungsgesetz in Kraft, dass die Emanzipation und Chancengleichheit der Frau als verbrieftes Recht festschrieb. Doch bei genauerer Betrachtung muss man heute, ein halbes Jahrhundert später, feststellen, dass das Jubiläum kein Anlass zum feiern ist, sagt Ulrike Mast-Kirschning.

  • Demokratie - ein Luxus für Besserverdienende?

Jeder Dritte in Deutschland fühlt sich von der Politik ungerecht behandeltBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Jeder Dritte in Deutschland fühlt sich von der Politik ungerecht behandelt Nächstes Jahr im September findet die nächste Bundeswahl statt. Und an dieser Stelle sei es gestattet einen zugegeben häufig strapazierten und immer wieder abgewandelten Spruch zu bemühen: Stell Dir vor es ist Wahl und keiner geht hin. Einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Folge will gerade einmal jeder zweite Wähler von seinem demokratischen Recht der Mitgestaltung der Politik Gebrauch machen. Die Menschen in Deutschland sind von der Politik enttäuscht, fühlen sich schlecht behandelt, machen sich Sorgen um ihre finanzielle Zukunft und finden, die Demokratie funktioniere eher schlecht als recht. Die Deutschen jammern auf hohen Niveau, doch die Politiker müssen endlich mal zuhören, meint unser Gastkommentar von Gerd Apppenzeller, Chefredakteur vom Berliner Tagesspiegel.

 
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06.07.08 06:05 Erstausstrahlung
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