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Deutsch lernen | 06.06.2008

Deutschland – ein Reich der wilden Tiere

Luchs, Fischotter und Uhu – viele bedrohte Tierarten gibt es wieder häufiger in Deutschland. Aber das ist nur ein kleiner Hoffnungsschimmer. Denn insgesamt nimmt das Artensterben weiter zu.

Langsam kehrt der Luchs zurück. Lange lebte die Wildkatze nur im Bayerischen Wald. Jetzt wurde sie auch in anderen Teilen des Landes gesehen. In den Flüssen schwimmen wieder mehr Lachse und Fischotter. Und wenn man in den Wald geht, hört man öfter den Schrei des Uhus.

 

Durch Schutzprogramme, Jagdverbote und Naturschutzgebiete haben sich viele Arten erholt. Doch obwohl viele Tiere zurückkommen, geht das Artensterben insgesamt weiter. "Die Situation ist alarmierend", sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz Beate Jessel. Es sind vor allem Tiere, die eher unbekannt sind, wie z.B. der Mauersegler, eine Vogelart, die ganz langsam verschwindet.

 

Die Bedingungen, unter denen Tiere leben, werden immer schwerer: z.B. ist der Klimawandel für zahlreiche Arten problematisch. Außerdem verwenden viele Bauern Pestizide, die für Tiere giftig sind. Täglich werden 110 Hektar Fläche mit Häusern zugebaut, und viele Straßen führen durch die Lebensräume von Tieren.

 

Solange es solche Probleme gibt, haben es die Tiere schwer – auch wenn es manchmal gelingt, sie zurückzuholen. Es muss noch mehr in Sachen Umweltschutz geschehen, um den bedrohten Tierarten zu helfen.

 

 

Glossar

 

Reich, das – hier: ein Gebiet, in dem die Tiere leben

 

Luchs, der – eine Wildkatze mit spitzen, behaarten Ohren

 

Fischotter, der – ein Tier, das sowohl im Wasser als auch auf dem Land lebt und sich von Fischen ernähert

 

Uhu, der – ein großer Waldvogel, der nachts fliegt und jagt

 

bedroht sein – in Gefahr sein

 

Tierart, die – eine Gruppe von ähnlichen Tieren

 

Hoffnungsschimmer, der – bildlich: etwas, das ein bisschen Hoffnung gibt

 

Artensterben, das – so, dass ganze Tierarten aussterben und es sie nicht mehr gibt

 

zurückkehren – zurückkommen, wiederkommen

 

Lachs, der – ein Speisefisch mit rosafarbenem Fleisch

 

Jagdverbot, das – das Verbot, wild lebende Tiere zu jagen oder zu töten

 

Naturschutzgebiet, das – ein Gebiet, in dem Pflanzen und Tiere nicht gestört werden dürfen

 

eine Art erholt sich – es gibt wieder mehr Tiere von einer Art

 

alarmierend – hier: so schlimm, dass man unbedingt etwas tun muss

 

Bundesamtes für Naturschutz, das – eine Behörde, die sich um den Schutz der Natur kümmert

 

Klimawandel, der – Bezeichnung für die Veränderung des Weltklimas auf der ganzen Welt

 

Pestizid, das – ein Gift, das Insekten tötet

 

Hektar, der – eine Maßeinheit für Flächen = 10000 m²

 

Lebensraum, der – hier: das Gebiet, in dem eine bestimmte Tierart lebt

 

gelingen – erfolgreich sein

 

 

Fragen zum Text

 

Der Luchs ist …

1.      in Deutschland längst ausgestorben.

2.      wieder in einige Regionen in Deutschland zurückgekehrt.

3.      schon lange nicht mehr gesehen worden.

 

Die Situation in Deutschland ist "alarmierend", weil …

1.      das Artensterben insgesamt weitergeht.

2.      es kaum Naturschutzgebiete gibt.

3.      Luchse immer wieder Menschen angreifen.

 

Was bedeutet: "Es muss noch mehr in Sachen Umweltschutz geschehen"?

1.      Man muss noch mehr tun, um die Umwelt zu schützen.

2.      Die Tiere müssen sich der Umwelt anpassen.

3.      Wir tun schon genug, um die Umwelt zu schützen.

 

 

Arbeitsauftrag

Suchen Sie sich eines der im Text genannten Tiere aus und informieren Sie sich darüber: wo lebt es, wovon ernähert es sich, wie vermehrt es sich? Erstellen Sie ein großes Informations-Poster, auf dem Sie das Tier vorstellen.

 

 
 
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