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Die Redaktion | 20.11.2006

Internationale Koproduktionen – Journalistisches Wissen vermitteln und Programme gestalten

Weltweite Medienkooperationen sind unser Geschäft. Mit Rundfunksendern aus aller Welt produzieren wir hochwertige Radiofeatures und -reportagen. Und bringen dabei die KollegInnen vor Ort journalistisch weiter.

Themen, die unter den Nägeln brennenBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Themen, die unter den Nägeln brennenAls im April 1979 erstmals eine Koproduktion zwischen Deutsche Welle Radio und einem ausländischen Rundfunksender durchgeführt wurde, ahnte keiner, dass hier der Grundstein zu einer Fülle anspruchsvoller Reportagen gelegt werden würde. Damals entstand in Zusammenarbeit mit der Voice of Kenya ein Programm in Kisuaheli – eine der 30 Sendesprachen der Deutschen Welle.

 

Titel des Programms: „Huduma za sayansi kwa mkulima“, auf Deutsch: „Wissenschaft im Dienste des Menschen“. Seitdem sind mehr als 350 solcher Koproduktionen entstanden, mit Sendern in über 90 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas, der Karibik und Osteuropas. Auf Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Arabisch, Chinesisch, Russisch und in vielen regionalen Sprachen.

 

Ein Beitrag zur Völkerverständigung

 

Probleme beim Namen nennenBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Probleme beim Namen nennenIm Vordergrund der Koproduktionen steht der Gedanke, die journalistische Zusammenarbeit mit Radiosendern in Entwicklungsländern und in Staaten des ehemaligen Ostblocks zu fördern. DW-Reporter reisen dazu in die Länder der Partnerstationen in aller Welt.

 

Mit den JournalistInnen vor Ort bilden beide Seiten ein Team, das sich an die Umsetzung einer Radio-Reportage macht – oft unter den unterschiedlichsten Produktionsbedingungen. Alle Arbeitsschritte werden gemeinsam geplant und ausgeführt, das heißt, es wird gemeinsam recherchiert, die Interviews zusammen geführt, O-Töne geschnitten und Manuskripte geschrieben und dann gemeinsam das Feature im Studio produziert - so gut das eben mit den unterschiedlichen Sprachkenntnissen geht.

 

Weltweit unterwegs

 

Informieren und sensibilisierenBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Informieren und sensibilisierenFür die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der DW und der Partnerstationen sind die Koproduktionen eine besondere Herausforderung: Gemeinsam recherchieren, schreiben und produzieren - das bedeutet, bereit zu sein, sich auf die Mentalität und Kultur des Partners einzulassen, unter neuen, oft ungewohnten Bedingungen zu arbeiten.

 

Doch viele Kollegen empfinden gerade diese Erfahrung als besonders wertvoll. Weil viele voneinander profitieren, obwohl, oder gerade weil sie Dinge auch aus unterschiedlichen Perspektiven sehen. Oft wird uns deutschen Journalisten erst klar, wie schwierig der Alltag in Entwicklungsländern ist, weil so vieles, was bei uns selbstverständlich ist, in Asien, Afrika oder auch Lateinamerika noch lange ein Traum bleiben wird. Eine Zentralheizung zum Beispiel oder sauberes Wasser aus dem Hahn.

 

Informieren und Sensibilisieren

 

Über alle Sprachbarrieren hinwegBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Über alle Sprachbarrieren hinwegAm Ende steht stets die bereichernde Erfahrung, voneinander gelernt zu haben, und entstanden ist ein gemeinsames Produkt - eine Reportage oder ein Feature, das weltweit ausgestrahlt wird und Hörer für entwicklungspolitische Probleme und Lösungsstrategien sensibilisiert. Dass dabei die Deutsche Welle einen Beitrag zur Medienförderung in Entwicklungsländern leistet, versteht sich von selbst.

 

Da die Arbeit der Redaktion durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt wird, sind die DW-Reporter auch der journalistischen Fortbildung vor Ort verpflichtet. Dazu gehört u.a. die professionelle Anleitung zu Aspekten von Recherche- und Interviewtechniken oder zum dramaturgischen Aufbau von Radio-Features.

 

Die Programme werden nicht nur von den Sendern in den Gastländern, sondern auch von der Deutschen Welle ausgestrahlt. Darüber hinaus verschickt die DW die Serien an zahlreiche Partnerstationen weltweit und sorgt auch über ihre Internetseite DW-WOLRD für eine größtmögliche Verbreitung. In Deutschland werden die Koproduktionen von einigen Landesrundfunkanstalten übernommen.

 

Themen, die unter den Nägeln brennen

 

Nah am MenschenBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Nah am MenschenDie Palette der Themen ist breit gefächert: Ob über das Problem zunehmender Wüstenbildung, über mangelnde Bildungschancen von Frauen, über verunreinigtes Trinkwasser in Slumgebieten oder den schwierigen Aussöhnungsprozess in bürgerkriegserschütterten Ländern – stets hat das Team aus einem Welle-Reporter und einem Kollegen vor Ort ein umfassendes Bild entworfen.

 

Die Produktionen, die jeweils auch in der Landessprache produziert und ausgestrahlt werden, genügen dabei hohen journalistischen und technischen Standards. Davon zeugt die große Hörer-Resonanz im In- und Ausland. Denn wichtig ist, dass wir Themen aufgreifen, die den Menschen unter den Nägeln brennen.

 

 

Auszeichnungen und Preise

 

Welchen Stellenwert die Sendungen international haben, beweisen die zahlreichen hochkarätigen Preise. Sie sind ein Gradmesser für die Bedeutung der von der Redaktion gesetzten Themen. Und ein Spiegelbild journalistischer Qualitätsstandards.

 

2008

  • Goldmedaille bei den New York International Radio Festivals für die Sendung "Leben auf unsicherem Boden - Kampf gegen die Naturgewalten in Bangladesch"

2006

  • Finalist bei den New York International Radio Festivals für die Sendung „Sind Frauen Bürger zweiter Klasse? – Gleichberechtigung als Herausforderung auf den Philippinen“

2004

  • Silbermedaille bei den New York International Radio Festivals für die vierteilige Serie „Die Ostsee im Wandel“

2003

  • Silbermedaille bei den New York International Radio Festivals für die Koproduktion „Leben mit der Erinnerung – Ruanda auf der Suche nach Versöhnung und Gerechtigkeit“
  • Auszeichnung der UNO in Silber für die Koproduktion „Leben mit der Erinnerung – Ruanda auf der Suche nach Versöhnung und Gerechtigkeit“ (UNDPI-Preis)

2002

  • Goldmedaille bei den New York International Radio Festivals für die Koproduktion „Vom Himmel fiel eine Rose…zur Situation von Kinderarbeit in Ecuador“
  • Bronzemedaille bei den New York International Radio Festivals für die Koproduktion „Wir lernen lesen und fahren Mofa. Zur Schulsituation von Mädchen in Mali“.´
  • Auszeichnung der UNO in Bronze für die Koproduktion „Vom Himmel fiel eine Rose…zur Situation von Kinderarbeit in Ecuador“ (UNDPI-Preis)

 

 


 
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