Dialog der Welt | 10.09.2007
Beethoven am Nil - Kulturtransfer als Fata Morgana?
In der DW-Reihe "Dialog der Welt" diskutierte eine Expertenrunde am Donnerstag, 6. September 2007 in der DW-Zentrale in Bonn über Möglichkeiten und Grenzen des Kulturtransfers zwischen Orient und Okzident.
Bonn – "Musik ist eine Weltsprache", so der ägyptische Komponist Mohamed Saad Basha bei der Podiumsdiskussion "Beethoven am Nil" im Bonner Funkhaus.
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: "Man kann Musik genießen, ohne die Sprache zu verstehen": Michael Gassmann, Dr. Inas Abdel Dayem, Gero Schließ und Mohamed Saad BashaIm Rahmen der Reihe "Dialog der Welt" diskutierte Basha mit Prof. Dr. Inas Abdel Dayem, Rektorin des Cairo Conservatory of Music, und Michael Gassmann, Freier Journalist (Deutschland), über Kulturtransfer. "Musik ist dafür ein probates Mittel", fand Ilona Schmiel, Intendantin Beethovenfest Bonn, und plädierte darüber hinaus für mehr persönlichen Austausch.
Auch Abdel Dayem sprach sich für mehr Kontakte aus. Dass die ägyptischen Musiker bei deutschen Gastfamilien untergebracht gewesen seien, sei eine gute Chance der Annäherung. "Wir verwechseln zu oft Musikverständnis und Musikempfinden", erklärte sie. Dieses Empfinden sei keineswegs kulturabhängig. Folglich kann auch ägyptische Musik in Europa "verstanden" werden.
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: "Musik ist ein probates Mittel für Kulturtransfer": Ilona SchmielGassmann sprach sich ebenfalls für diese nonverbale Form des Kulturaustauschs aus: "Man kann Musik genießen, ohne die Sprache zu verstehen." Ebenso wie auch andere Künste zum Verständnis zwischen westlicher und östlicher Welt beitragen können. Moderator Gero Schließ, DW-RADIO: "Kunst kann den Austausch der Kulturen fördern, aber Kommunikation bleibt unumgänglich."







