Chronik
1953-1954
1950: In der jungen Bundesrepublik diskutiert man über die Einrichtung eines Auslandrundfunks.
1953
Am 11. Juni wird der Vertrag über die Einrichtung eines gemeinschaftlichen Kurzwellenprogramms mit Namen "Deutsche Welle" unterzeichnet. Die Programmgestaltung obliegt dem NWDR, der auf das Gesamtangebot der Landesrundfunkanstalten zurückgreifen kann. Am 3. Mai geht die DW auf Sendung. Bundespräsident Theodor Heuss richtet sich "an die lieben Landsleute in aller Welt". Mit seiner Ansprache beginnt das dreistündige Programm. Es wird in fünf Richtungen ausgestrahlt und erreicht somit eine Gesamtsendezeit von 15 Stunden täglich.
Die Alliierte Hohe Kommission hatte das Programm zunächst auf deutschsprachige Sendungen beschränkt, hob diesen Beschluss jedoch bereits wenige Tage nach dem Sendestart auf. DW-radio erhielt nun auch die Genehmigung zur Ausstrahlung eines Fremdsprachen-Programms.
1954
Die DW startet Radiosendungen in Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch – jeweils fünf Minuten. Zudem beginnt der Transkritionsdienst mit der Auslieferung englischsprachiger Programme an Universitätssender in den USA.
