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Top-Thema | 01.04.2008

Mehr Hilfe für Drogenabhängige in Afghanistan

In Afghanistan sind immer mehr Menschen drogensüchtig. Häufig sind sogar schon Kinder von Opium abhängig. Hilfsorganisationen bieten Entzugstherapien an und klären über die Folgen von Drogenkonsum auf.

In Afghanistan sind mehr als eine Million Menschen drogenabhängig. Darum hat die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) fünf Drogenkliniken im gesamten Land gebaut. Jeden Monat suchen hier knapp 200 Männer und Frauen Hilfe.

 

"Eine Therapie dauert etwa ein Jahr", sagt Bayan Shairshah, Leiterin einer Drogenklinik in Kabul. Die Behandlungsmethoden von Männern und Frauen unterscheiden sich. Männer bleiben für etwa einen Monat in der Klinik. Frauen können dort oft nicht übernachten. Die Kinder und der Haushalt hindern sie daran. Darum besuchen Mitarbeiter der Klinik die Frauen zuhause.

 

"Auch Kinder werden therapiert", sagt Shairshah. Weil Opium eine schmerzstillende Wirkung hat, geben manche Eltern ihren kranken Kindern die Droge. Andere Kinder sind schon seit ihrer Geburt drogenabhängig, da ihre Mütter während der Schwangerschaft Drogen genommen haben. Es kommt auch vor, dass drogenabhängige Eltern ihren Kindern Drogen geben, um sie ruhig zu stellen.

 

Die GTZ klärt die Menschen über die Folgen der Drogensucht auf. In Schulen und Moscheen bildet die Organisation afghanische Lehrer, Imame und Polizisten aus, um gegen die Drogensucht zu kämpfen.

 

 

Glossar

 

Drogenabhängige/r, der/die – jemand, der Rauschgift braucht, um zu leben

 

drogensüchtig – dringend Drogen brauchend; abhängig sein von Drogen

 

Opium, das – eine Droge, die aus der Pflanze Mohn hergestellt wird

 

Entzugstherapie, die – eine Maßnahme, die jemandem dabei helfen soll, keine Drogen mehr zu nehmen

 

jemanden aufklären – jemandem etwas deutlich machen; jemanden über die Folgen informieren

 

Drogenkonsum, der – der Gebrauch von Drogen

 

Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, die – eine deutsche Hilfsorganisation

 

Behandlungsmethode, die – das, was getan wird, um jemanden zu heilen

 

jemanden an etwas hindern – jemanden von etwas abhalten

 

jemanden therapieren – jemanden heilen

 

schmerzstillend – keinen Schmerz mehr fühlend

 

jemanden ruhig stellen – jemandem etwas geben, damit er/sie still ist

 

Moschee, die – ein Haus, in dem die Moslems zu Gott beten

 

Imam, der – ein islamischer Geistlicher

 

jemanden ausbilden – jemandem zeigen, wie etwas geht 

 


Fragen zum Text

 

Wie viele Drogenkliniken hat die GTZ in Afghanistan gebaut?

1.      fünfzig

2.      fünf

3.      zehn

 

Warum werden die Frauen meist zuhause therapiert?

1.      Weil die Kinder und der Haushalt sie daran hindern.

2.      Weil sie keine Lust haben, in die Klinik zu gehen.

3.      Weil in der Klinik nicht so viel Platz ist.

 

Wenn man jemanden daran hindert, Drogen zu nehmen, dann …

1.      ermutigt man ihn/sie dazu.

2.      hält man ihn/sie davon ab.

3.      stellt man ihn/sie ruhig.

 

 

Arbeitsauftrag

Wie kann man in armen Ländern Drogensucht bekämpfen? Schreiben Sie Ihre Ideen auf, wie Menschen über die Folgen von Drogenkonsum aufgeklärt werden können. Stellen Sie Ihre Vorschläge dann den anderen Kursteilnehmern vor.

 
 
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