Unternehmen | 16.04.2008
„Öffentlich-rechtliche Allianz stärkt mediale Außenrepräsentanz Deutschlands“
DW-Intendant Bettermann stellte auf der ARD-Hauptversammlung erste Bilanz der Kooperation beim deutschen Auslandsfernsehen vor. Ab 21. April neue Sendungen auf Basis von ARD-ZDF-Beiträgen bei DW-TV.
Der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, hat auf der ARD-Hauptversammlung in Bonn eine positive Bilanz der Programmkooperation von Deutsche Welle, Landesrundfunkanstalten und ZDF beim deutschen Auslandsfernsehen gezogen. Die seit 1. Januar 2007 wirksame Verwaltungsvereinbarung zwischen den beteiligten Sendern habe sich „in der Umsetzung bestens bewährt“. Sie eröffnet der Deutschen Welle den Zugriff auf das gesamte Programmvermögen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland, um die deutschen und vor allem fremdsprachigen Angebote von DW-TV zu stärken.
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Erik Bettermann „DW-TV kann auf diesem Wege einen hohen qualitativen Standard halten, bei gleichzeitigem Ausbau des Programmvolumens. Die öffentlich-rechtliche Allianz beim deutschen Auslandsfernsehen stärkt substanziell die mediale Außenrepräsentanz Deutschlands“, so der Intendant. Bei der Zusammenarbeit hätten die Partner auf die Erfahrungen beim Fernsehprojekt GERMAN TV aufbauen können.
„Wir filtern aus dem Programm der öffentlich-rechtlichen Inlandssender die Beiträge, die auch für ein internationales Publikum geeignet und von Interesse sind. So machen wir die gesamte Programmkompetenz der Öffentlich-rechtlichen für das Ausland nutzbar, schaffen Synergien, bekommen die optimale Mischung aus Eigenproduktionen und Übernahmen, entlasten unseren Etat und bieten weltweit ein abwechslungsreicheres Programm“, erklärte Bettermann.
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Die ARD-Intendanten bei ihrer Hauptversammlung in Bonn: (v.l.) Dr. Helmut Reitze (HR), Peter Boudgoust (SWR), Prof. Dr. Heinz Glässgen (RB), Prof. Dr. Thomas Gruber (BR), Fritz Raff (SR), Monika Piel (WDR), Lutz Marmor (NDR ), Dagmar Reim (RBB), Erik Bettermann (DW) und vorn Prof. Dr. Udo Reiter (MDR)Im vergangenen April habe DW-TV begonnen, ausgewählte Sendungen von ARD und ZDF – zum Beispiel „Anne Will“, „Maybrit Illner“, „Bericht aus Berlin“, „Berlin direkt“, „37 Grad“ und „Presseclub“– für Nord- und Südamerika auszustrahlen, sagte der Intendant. Zunächst sei der deutschsprachige Programmanteil in diesen Regionen mit relevanten deutschen Communitys ausgebaut worden. In zahlreichen Rückmeldungen hätten sich die Zuschauer überwiegend positiv zu dem neuen Angebot geäußert. Begrüßt hätten sie vor allem die Absenkung der Wiederholungsrate einzelner Programme auf DW-TV und die Erweiterung des Formatspektrums.
Am 21. April werde die erfolgreiche öffentlich-rechtliche Kooperation weiter ausgebaut, kündigte Bettermann an. Auf der Basis einzelner Beiträge von ARD und ZDF werden dann neue Sendungen in das weltweite Programm von DW-TV aufgenommen. Damit sollen neben dem deutschen auch die englischen und arabischen Angebote von DW-TV gestärkt werden, um sie für die Hauptzielgruppe fremdsprachiger Zuschauer noch attraktiver zu gestalten. Neue Sendungen sind „typisch deutsch – Leben in Deutschland“, „deutschland heute – das Deutschlandmagazin“, „fit & gesund - das Gesundheitsmagazin“ und „GLOBAL 3000 – das Globalisierungsmagazin“. Darüber hinaus wird das Reisemagazin „hin & weg“ und das Automagazin „motor mobil“ mit Hilfe der Übernahmen wöchentlich statt bisher monatlich ausgestrahlt.
Bettermann sagte, das Programm von DW-TV werde dann einen Eigenproduktionsanteil von rund 60 Prozent aufweisen. Das übrige Sendevolumen werde hauptsächlich mit Übernahmen von ARD und ZDF bestritten. „So können Doppelproduktionen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten für das Inland und DW-TV vermieden werden, ohne die für ein internationales Publikum notwendigen Eigenproduktionen zu vernachlässigen.“ Dies sei beispielsweise im JOURNAL und im Wirtschaftsmagazin MADE IN GERMANY erforderlich, bedeutsam seien auch Koproduktionen mit Partnersendern. Bettermann verwies hier auf die neuen Talkformate, die DW-TV gemeinsam mit dem algerischen und ägyptischen Fernsehen produziert. Mit dem neuen Programm setze DW-TV „auf eine Mischung, die ein optimales Zusammenspiel der Öffentlich-Rechtlichen gewährleistet“, so der Intendant.
Das deutsche Auslandsfernsehen DW-TV wird auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Spanisch im Umfang von 24 Stunden täglich weltweit über Satellit verbreitet. Seit dem 16. April 2007 wird mit DW-TV USA und DW-TV LATINOAMÉRICA ein regionalisiertes Angebot für Amerika ausgestrahlt.
In Nord- und Südamerika hatten die Zuschauer schon zuvor über GERMAN TV Zugriff auf Sendungen von ARD, ZDF und DW. Das Programm musste Ende 2005 aus finanziellen Gründen eingestellt werden.
16. April 2008
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