Kultur | 30.04.2008 | 14:00 UTC
US-amerikanischer Avantgarde-Komponist gestorben
Henry Brant ist im Alter von 94 Jahren in seinem Haus im kalifornischen Santa Barbara gestorben. Das berichtete die "New York Times" unter Berufung auf seinen Freund und Komponisten-Kollegen Neely Bruce. Brant war vor allem für seine experimentellen Werke bekannt, in denen er die Musiker an verschiedenen Stellen des Konzertsaals platzierte und so den Raum als Kompositionselement nutzte. Für sein Orchesterwerk "Ice Field" erhielt er 2002 den renommierten Pulitzer-Preis für Musik.
1913 als Sohn eines amerikanischen Geigers in Montreal geboren, fing Brant schon mit neun an, zu komponieren. Mit zwölf schrieb er ein Streichquartett. Sein erstes Raumwerk "Antiphony I" (1952/53) sah fünf verschiedene Orchester mit jeweils einem eigenen Dirigenten vor. Daneben arbeitete er als Dirigent und Komponist für Radio, Film und Jazz-Formationen und hatte mehrere Lehraufträge. Brant lebte zunächst in New York, seit 1981 in Kalifornien.
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