Wirtschaft | 07.05.2008 | 15:00 UTC
770 Millionen Verlust bei der BayernLB
Die Finanzmarktkrise hat die Bayerische Landesbank tief in die roten Zahlen gestürzt. Abschreibungen auf riskante Wertpapiere führten zu einem Quartalsverlust von 770 Millionen Euro vor Steuern, wie die BayernLB am Mittwoch mitteilte. "Mit dieser Zäsur richten wir den Blick nach vorne", sagte der neue Vorstandschef Michael Kemmer und verwies auf ein zufriedenstellendes Kundengeschäft und eine "leichte Entspannung an den Märkten". Eine Jahresprognose wagte er aber nicht. SPD und Grüne warfen dem bayerischen Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber Versagen und Vertuschung vor. Huber, sein Vorgänger Kurt Faltlhauser und Ministerpräsident Günther Beckstein seien "möglicherweise seit über einem Jahr" über Fehlentwicklungen und Gefahren bei der Bank informiert gewesen, sagte SPD-Fraktionschef Franz Maget in München. Grünen-Fraktionschef Sepp Dürr erklärte, Milliardenverluste seien seit September 2007 absehbar gewesen, aber der Minister habe alles kleingeredet. Huber wies das als "aufgewärmte und widerlegte Vorwürfe" zurück.
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