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Interview | 09.06.2008

Jörg Krämer: Hoher Ölpreis drückt Wachstum 2008 um halbes Prozent

Chefvolkswirt der Commerzbank im Interview der Deutschen Welle

       

Die Commerzbank geht davon aus, dass der hohe Ölpreis die deutsche Volkswirtschaft 2008 ein halbes Prozent Wachstum kosten wird. In einem Interview der Deutschen Welle sagte der Chefvolkswirt der Bank, Jörg Krämer: „Für Alarmstimmung besteht kein Anlass. Der Ölpreis ist kein Faktor, der Deutschland in die Rezession treiben kann.“

Mit diesem Preis bezahle man auch „die Integration Chinas in die Weltwirt­schaft“, so der Finanzexperte. Die starke Nachfrage durch spekulative An­leger sei die Hauptursache. Für ihn sei derzeit ein Ölpreis von 100 US-Dollar pro Barrel „gerechtfertigt und zu erklären“. Krämer: „Alle Nachrichten aber, die für einen sinkenden Preis sprächen, werden derzeit praktisch ig­noriert.“

9. Juni 2008
75/08

 
 
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