Fokus Europa | 08.10.2008 | 06:15
Flamen versus Wallonen
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Noch immer ist der Konflikt zwischen den reichen Flamen im Norden und den französisch-sprachigen Wallonen im Süden ungelöst.Wie Flamen und Wallonen in Belgien zueinander stehen, wie groß die Chancen auf eine Unabhängigkeit des Kosovo sind und warum Litauen sein Atomkraftwerk behalten will – diese Themen und mehr in Fokus Europa.
Dieser Mann hat es wirklich nicht leicht: Ives Leterme, der belgische Ministerpräsident. Neun Monate dauerte es, bis er sich nach der Wahl im Sommer 2007 mit den anderen Parteien auf eine Koalition einigen konnte. Vor zwei Wochen ist dann eine der Parteien wieder ausgestiegen. Der Hintergrund: Noch immer ist der Konflikt zwischen den reichen Flamen im Norden und den französisch-sprachigen Wallonen im Süden ungelöst. Die Flamen wollen mehr Unabhängigkeit vom Bundesstaat Belgien, die Hälfte der Flamen wollen sogar ganz raus aus Belgien. Am Mittwoch (8.10.2008) nun verhandeln beide Gruppen über eine Staatsreform. Was dabei rauskommen kann, berichtet Anke Hagedorn für Fokus Europa.
Weitere Themen der Sendung am 08.10.2008 um 06.15 UTC:
Dass Kosovo seine Unabhängigkeit erklärt hat und mittlerweile von 50 Staaten anerkannt wurde, damit hat sich Serbien noch immer nicht abgefunden. Jetzt versucht das Land seine Ex-Provinz wieder zurück zu bekommen, mit den Mitteln des Völkerrechts. Die UN-Generalversammlung verhandelt am Mittwoch (8.10.2008) über einen Antrag Serbiens. Wenn der durchkommt, wird die Unabhängigkeit des Kosovo vor dem Internationalen Gerichtshof geprüft. Hat das ganze Aussicht auf Erfolg? Darüber hat Manfred Götzke für Fokus Europa mit dem Völkerrechtler Andreas Zimmermann von der Universität Kiel gesprochen.
In Litauen wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Eines der größten Themen im Wahlkampf heißt Ignalina. Das ist der Name des letzten Atomkraftwerks Marke Tschernobyl in Europa. Weil es veraltet und störanfällig ist, hat die Europäische Union Litauen beim EU-Beitritt vor vier Jahren verpflichtet, Ignalina Ende 2009 abzuschalten. Aber mittlerweile will sich kaum ein Regierungspolitiker an diese Vereinbarung erinnern. Und die Opposition versucht vor der Wahl mit dem Namen Ignalina Stimmung gegen die EU zu machen. Ruth Reichstein war für Fokus Europa in Litauen.
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| 08.10.08 | 06:15 | Erstausstrahlung |
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