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Fokus Amerika | 29.08.2008 | 00:15

Grundsatzrede an einem historischen Tag

Barack Obama vor dem Bild von Martin Luther King Jr.Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Barack Obama vor dem Bild von Martin Luther King Jr.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat sich für seine Grundsatzrede ein historisches Datum ausgesucht: Am 45. Jahrestag der Ansprache von Martin Luther King vor 250.000 Menschen in Washington will Obama am Donnerstag vor die Kameras treten und die Kandidatur seiner Partei offiziell annehmen.

Martin Luther King Jr. bei seiner historischen Rede am 28. August 1963Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Martin Luther King Jr. bei seiner historischen Rede am 28. August 1963"I have a dream", sagte King damals und forderte Freiheit und Gleichheit in den Vereinigten Staaten. Mit Obamas Kandidatur für das Präsidentenamt erfüllt sich zumindest ein Teil dieses Traums. Der Senator spricht zu einem Amerika, in dem die Diskriminierung von Minderheiten gesetzlich verboten ist. Zu Zeiten Kings war die Rassentrennung eine Selbstverständlichkeit: Es gab Parks, Toiletten, Hotels, Schulen und Trinkbrunnen speziell für Schwarze; Statuten untersagten Liebesbeziehungen zwischen Schwarzen und Weißen; Schwarze wurden mit öffentlicher Billigung niedergeschlagen und gelyncht. Am 19. Juni 1964 wurde schließlich das Bürgerrechtsgesetz verkündet, in dem die Rassentrennung aufgehoben wurde.

 

"Affirmative Action"

 

Immer noch sind Schwarze in den USA de facto benachteiligtBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Immer noch sind Schwarze in den USA de facto benachteiligtDoch in den viereinhalb Jahrzehnten seit Kings Rede sind die Diskussionen über die Diskriminierung nicht abgerissen. Immer noch werden Schwarze deutlich häufiger zum Tode verurteilt als Weiße, immer noch sind Schwarze bei Wohnungs- oder Jobsuche benachteiligt. "Affirmative Action" ist ein gesetzliches Förderprogramm für Menschen in den USA, die zum Beispiel wegen ihrer Hautfarbe benachteiligt werden.  - Eigentlich eine gute Idee, die allerdings auch nach hinten losgehen kann.

 

Extraterritoriales Gebiet

 

Es war vor zwanzig Jahren: 350.000 Zuschauer starrten gebannt auf eine Vorführung der italienischen Kunstflugstaffel "Frecce Tricolori“ am Himmel, als drei der Maschinen kollidierten. Eine davon raste in einer Wolke aus Kerosin und Wrackteilen direkt in die Zuschauermenge. 70 Menschen starben am 28. August 1988 auf der US-Militärbasis im westpfälzischen Ramstein, 400 wurden schwer verletzt. Flug-Shows hat es dort seitdem nie wieder gegeben. Aber immer noch existieren 25 amerikanische Militärbasen in Deutschland. Und was dort passiert, ist nicht immer klar - auch nicht der deutschen Regierung.

 

Flugzeuge einer italienischen Kunstflugstaffel stoßen am 28. August 1988 über dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein zusammen. Bildunterschrift: Flugzeuge einer italienischen Kunstflugstaffel stoßen am 28. August 1988 über dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein zusammen.

 

Redaktion: Ina Rottscheidt

 
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29.08.08 00:15 Erstausstrahlung
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