Fokus Amerika | 08.10.2008 | 00:15
Gates warnt vor Pessimismus
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: "Die Versöhnlichen von den Unversöhnlichen trennen": US-Verteidigungsminister Robert GatesDer Krieg in Afghanistan kann nicht mehr gewonnen werden - das hat der britische Brigardegeneral Mark Carleton-Smith am Sonntag gesagt. US-Verteidigungsminister Robert Gates reagierte prompt: Er warnte davor, den internationalen Militäreinsatz in Afghanistan schlechtzureden.
Es gebe keinen Grund, die Chancen eines langfristigen Erfolgs zu unterschätzen, sagte Gates am Montag. Die amerikanische Regierung überprüft derzeit ihre Afghanistan-Strategie. Gates schloss mögliche Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban, wie sie von der afghanischen Regierung erwogen werden, nicht aus. Wichtig sei es, "die Versöhnlichen, die an der Zukunft des Landes teilhaben wollen, von den Unversöhnlichen zu trennen", sagte er.
Zwischen zwei Welten - Ein junger Afghane in den USA
Bildunterschrift: "Menschen, die unter die Erde gehen": Eine U-Bahn ist für Atif aus Afghanistan etwas völlig NeuesAls am 11. September 2001 Terroristen ins World Trade Center flogen, waren die Schuldigen schnell ermittelt: Afghanistan galt als das Land des Terrors, und US-Präsident George W. Bush zog in den Krieg gegen die Taliban. In Afghanistan ist seither viel passiert - und es gibt längst nicht mehr nur negative Schlagzeilen. Das Land entwickelt sich, Reisen ist wieder möglich, Studenten können ins Ausland gehen, manche sogar in die USA. Atif hat seine Chance genutzt: Vor zwei Jahren stieg er in New York aus dem Flieger, um in den USA zu arbeiten und zu studieren - in einer für ihn völlig neuen Welt.
Redaktion: Anne Allmeling
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