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Fokus Afrika | 13.10.2008 | 16:15

Auch arme Länder zittern vor Finanzkrise

Die Preise für Lebensmittel in Afrika steigen Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Die Preise für Lebensmittel in Afrika steigen

An den Börsen stürzen die Kurse ab, weltweit schlittern große Banken in die Pleite, und die Regierungen schnüren hektisch Rettungspakete. Die Welt steckt in einer beispiellosen Finanzkrise. Und seit die reichen Nationen ihren Finanzinstitutionen mit Abermillionen zur Hilfe eilen, fragen sich Entwicklungsexperten besorgt: was wird eigentlich aus den armen Ländern?

Der Exekutivdirektor der Weltbank, Michael John Hofmann, hat vor negativen Auswirkungen der internationalen Finanzkrise für Afrika gewarnt.

Die Weltbank hat mit Nahrungsmittel-Programmen für Afrika auf die Krise reagiertBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Die Weltbank hat mit Nahrungsmittel-Programmen für Afrika auf die Krise reagiert

Bereits jetzt spüre Afrika die Finanzkrise an den gestiegenen Lebensmittelpreisen, sagte Hofmann im Deutschlandradio Kultur anlässlich des Treffens von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Washington. «Das Risiko ist unheimlich groß, dass sich die Industrieländer mit sich selbst beschäftigen werden und dabei vergessen werden, dass die Auswirkungen der Krise, die aus den Industrieländern kommt, vor allem aus den USA, auch ihre Wirkung in anderen Teilen der Welt haben wird, und damit auch in Afrika», sagte Hofmann. Die langfristigen Perspektiven Afrikas würden von den Ökonomen aber positiv gesehen. Es sei viel getan worden, um die Haushalte auszugleichen und die Exportmöglichkeiten zu verbessern. Außerdem rechne man damit, dass Afrika als rohstoffreicher Kontinent von der Wachstumsdynamik Asiens profitieren werde.

Präsidentenfrauen kämpfen gegen Genitalverstümmelung

Westafrikanische Beschneiderin zeigt ihr  Werkzeug Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Westafrikanische Beschneiderin zeigt ihr Werkzeug Westafrikas Präsidentengattinnen haben eine Mission: sie wollen der Beschneidung von Frauen ein Ende setzen. In Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou werden sie ab heute zwei Tage lang über diese schmerzhafte und gefährliche Praxis diskutieren. Weibliche Beschneidung ist in der Region immer noch ein Tabuthema - und sehr schwer zu bekämpfen. In Burkina Faso zum Beispiel sollen - obwohl Genitalverstümmelung offiziell verboten ist - 70 Prozent der Frauen beschnitten sein.

Reporter ohne Grenzen ehren getötete Journalisten

Gedenkstätte für getötete Journalisten in BayeuxBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Gedenkstätte für getötete Journalisten in Bayeux Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ setzt sich seit 1985 für freie Berichterstattung und den Schutz von Journalisten ein. Am Samstag hat sie in der französischen Kleinstadt Bayeux der Journalisten gedacht, die im vergangenen Jahr weltweit bei der Ausübung ihres Berufes aus politischen Gründen getötet wurden. Die Namen der Getöteten sind dort auf Stelen in der Gedenkstätte für Journalisten eingraviert, die im Mai letzten Jahres eingeweiht worden war. Nachträglich wurden auch die Deutsche Welle-Reporter Karen Fischer und Christian Struwe geehrt. Die beiden waren am 6. Oktober 2006 - unmittelbar vor der Eröffnung der Gedenkstätte  – in Afghanistan während einer Recherchereise von Unbekannten ermordet worden.

Redaktion: Klaudia Pape

 
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Datum UTC  
13.10.08 16:15 Erstausstrahlung
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