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Interview | 06.10.2008

Charlotte Knobloch: Junge Bundesbürger sollen Pogromnacht nicht in Vergessenheit geraten lassen

Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland im Interview der Deutschen Welle

       

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat vor allem an junge Bundesbürger appelliert, „die Verantwortung für das Erinnern und Gedenken an die Pogromnacht des
9. November 1938 zu übernehmen“. In einem Interview der Deutschen Welle sagte Knobloch mit Blick auf den 70. Jahrestag der Pogromnacht: „Das Gedenken an die Verbrechen der Nazizeit bleibt eine wichtige Aufgabe, auch für künftige Generationen.“ Noch könnten Gespräche mit Zeitzeugen auch über diesen Tag geführt werden.

Die Präsidentin des Zentralrats bedauerte, dass es in Deutschland nach wie vor „direkten oder verschleierten Antisemitismus, sogar aus der Mitte der Gesellschaft“, gebe. „Das gibt mir besonders zu denken“, sagte Knobloch der Deutschen Welle und sprach sich zugleich für einen Dialog aus, „um Klischees und Vorurteile zu überwinden“.

6. Oktober 2008
116/08

 
 
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