In dieser Ausgabe geht es um Rohstoffe. Der Preis für Kupfer zum Beispiel steigt sprunghaft an. Anlass genug, das auf 100 Millionen Tonnen geschätzte Vorkommen an Kupfererz in der ostdeutschen Lausitz zutage zu fördern. Um die Stahlproduktion geht es in einem weiteren Beitrag. Nicola Hirsch leitet hier zwei Produktionsstätten des Stahlkonzerns Arcelor/Mittal.
Brasilien, das größte Land Südamerikas, machte sich schon in den 1980ern daran, Benzin durch Alkohol aus Zuckerrohr zu ersetzen. Und aus der brasilianischen Niederlassung des deutschen Autozulieferers Bosch kommt eine clevere Erfindung. Dass Bioethanol mittlerweile ebenso selbstverständlich durch die Zapfsäulen am Zuckerhut fließt, wie herkömmliches Benzin, liegt an „Flex-Fuel“.
Diese von der brasilianischen Bosch-Tochter entwickelte Motorensteuerung macht es möglich, dass Autofahrer - je nach Preissituation - beliebige Mischungen beider Treibstoffe tanken können. Fast kein Neuwagen in Basilien kommt mehr ohne "Flex-Fuel"-Technik auf den Markt.
Bosch do Brasil hofft derweil, mit seiner Idee auch europäische Märkte zu erobern, die sich dem Bio-Sprit-Trend noch verweigern. Patrick Benning lässt sich das Geheimnis des Sprit-"Cocktails" in der Bosch-Zentrale nahe Sao Paulo erklären.
In 1000 Metern Tiefe in der ostdeutschen Lausitz werden riesige Kupfervorkommen vermutet im Wert von mehreren Milliarden Euro: mehr als 100 Mio. Tonnen Kupfererz. Da die Nachfrage nach Kupfer in der Zukunft steigen wird und China schon jetzt eine strategische Kupferreserve anlegt, wird der Kupferpreis absehbar weiter steigen.
Die Kupferschiefer Lausitz GmbH wird in den kommenden Jahren das Edelmetall aus der Erde holen. Arbeitsplätze für rund 900 Bergleute entstehen. Mehr als ein Hoffnungsschimmer in der strukturschwachen Region, die lange Jahre vom Braunkohleabbau geprägt war. Zur Zeit laufen die letzten Probebohrungen, die alle Prognosen über das erwartete Kupferaufkommen übertroffen haben. Schon zu DDR-Zeiten ahnten Geologen, dass es hier ein umfangreiches Kupfervorkommen gibt. Doch es fehlten die finanziellen Mittel, diesen Schatz zu heben.
Bei den heutigen Rohstoffpreisen ist ein neuer Kupferbergbau in der Lausitz inzwischen mehr als nur rentabel.
Zu Gast im Studio ist Christine Schweikert, Rohstoffexpertin der BHF-Bank
950 Männer stehen unter ihren Fittichen, aber nur 50 Frauen. Seit vier Jahren ist Nicola Hirsch Geschäftsführerin der beiden Unternehmen Ruhrort und Hochfeld des weltweit größten Stahlkonzerns Arcelor Mittal – und die einzige Arbeitsdirektorin in der deutschen Stahlindustrie.
Nicola Hirsch will die Belegschaft für künftige Zeiten fit machen. So gibt es etwa Lehrgänge über Hydraulik und Schweißen, aber auch ein Gesundheitsprogramm mit speziellen Angeboten vom Rückentraining bis zu einer Ernährungsberatung. Nicola Hirsch will sich dabei nicht in eine ideologische Schublade stecken lassen.
Nicht weibliche Akzente würden ihre Personalpolitik bestimmen, sondern nur, was dem Unternehmen und den Leuten nützt.
Pfusch auf dem Bau kann gefährlich werden: In Köln starben beim Einsturz des Stadtarchivs vor einem Jahr zwei Menschen. Kontrollen hätten das verhindern können. Sie sind fast überall in Deutschland vorgeschrieben. In Hamburg kümmert sich unter anderem Markus Wetzel darum, dass auf dem Bau alles mit rechten Dingen zugeht.
Wetzel ist ein unabhängiger von der Hansestadt bestellter Prüfingenieur, vergleichbar etwa mit einem Notar.
Dass er notfalls mit seinem direkten Draht zur Bauaufsichtsbehörde drohen kann, verschafft seiner Arbeit einigen Nachdruck. Und Wetzel lässt keinen Zweifel daran: Sollte jemals jemand versuchen ihn zu bestechen, würde er sofort die Justiz einschalten.
Bisher hat das allerdings noch niemand probiert.