Glaubenssachen
Die Kirchensendung
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Reichtum geht - Armut bleibt
Goldabbau in den Anden Perus
90 Tonnen Gold werden jährlich hier abgebaut: Yanacocha im Norden Perus ist die größte Goldmine Lateinamerikas. Über 1000 Bauernfamilien haben in den letzten 13 Jahren ihr Land verloren, zu Spottpreisen verscherbelt an die amerikanische Bergbaufirma Newmont und die peruanische Minera Yanacocha. Die Gewinne gehen zu 90 % ins Ausland, die Region Cajamarca, in der die Mine liegt, hat wenig davon, außer immensen ökologischen Schäden. Das Gold wird mit einer Wasser-Zyanid-Lösung, einer hochgiftigen Blausäureverbindung, aus dem Boden gewaschen und verseucht Flüsse und das Grundwasser. Gelangt Zyanid ins Wasser, ein ständiges Risiko beim Goldabbau, sind bereits geringe Konzentrationen tödlich für Mensch und Tier. Und nicht nur das, der hohe Wasserverbrauch der Goldmine gräbt den Bauern sprichwörtlich das Wasser ab. In manchen Dörfer sind alle Kanäle versiegt, das Wasser sprudelt jetzt nur noch aus den Tanklastern, die die Dörfer mit Wasser versorgen.
Marco Arana und die von ihm gegründete Menschenrechtsorganisation GRUFIDES kämpft seit sieben Jahren für die Rechte der indigenen Bevölkerung rund um die Mine. Der katholische Priester hatte sogar schon ein Arbeitsangebot. 8000 US-Dollar wollte ihm die Goldbergbaufirma Yanacocha bezahlen wenn er die Fronten wechselt. Heute bekommt der Priester und Träger des peruanischen Menschenrechtspreises 2004 keine Übernahmeangebote mehr, sondern anonyme Todesdrohungen. Doch davon lässt er sich nicht abschrecken, unermüdlich beraten er und seine Mitarbeiter die Bauern, betreiben Aufklärung rund um die ökologischen Folgen des Goldabbaus. Sie sind die einzige Anlaufstelle für die vom Goldbergbau betroffenen Bäuerinnen und Bauern. Doch wie lange wird er seine Arbeit noch fortsetzen können? Allein in den letzten zwei Jahren wurden drei Bauernführer im Umfeld der Mine ermordet.






