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Glaubenssachen

Die Kirchensendung

Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  

Schwarze Madonna

Der Oktober gilt als Rosenkranzmonat und führt besonders viele Pilger zu den Marienwallfahrtsstätten. In den bedeutendsten werden sehr häufig schwarze Madonnen verehrt.

Die Farbe Schwarz wird meist mit dem Bösen, dem Teufel oder dem Tod in Verbindung gebracht und nicht mit etwas Heiligem. Dennoch sind schon seit dem frühen Christentum Bilder der Mutter Gottes auch schwarz – die schwarze Madonna.
Schwarze Madonnen sind keine Einzelphänomene, es gibt sie häufig. Sie gehören zu den Mariendarstellungen, die besonders innig verehrt werden. Seit dem Mittelalter gelten sie als besonders wundertätig. Die Menschen kommen in Scharen, als fühlten sie sich besonders zu ihnen hingezogen. In den berühmtesten Wallfahrtsorten Europas gibt es schwarze Madonnen, etwa in Tschenstochau (Polen), Loreto (Italien), in Einsiedeln (Schweiz), in Montserrat (Spanien) – und im bayerischen Altötting.
Wie entstanden die schwarzen Madonnen? Hat sie tatsächlich nur der Kerzenrauch oder das Feuer geschwärzt? Oder verbirgt sich in diesen schwarzen Madonnen ein Geheimnis, das sogar über die Grenzen der christlichen Schultheologie hinausgeht? Liegt in ihnen vielleicht ein Urbild, das in die Tiefen unserer Psyche führt?
Die Entdeckungsreise beginnt in Altötting, führt in das Frankreich des Hochmittelalters, zu den Kreuzzügen, ins antike Griechenland und nach Ägypten. Auf der Suche nach den Ursprüngen der schwarzen Madonna kommt es immer wieder zu erstaunlichen Begegnungen mit alten, vorchristlichen Mythen und der Kraft besonderer Orte und Landschaften. Sie zeigen, wie viele Kulturen und Kulte ihren Spuren im frühen Christentum hinterließen.

 
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