Quadriga
Der internationale Talk
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Teure Energie - welchen Ölpreis verträgt die Welt?
An den Rohstoffmärkten bricht der Ölpreis einen Rekord nach dem anderen. In der Ölbranche ist das ein Grund zum Feiern. Der Boom beschert dieser Industrie volle Kassen. Allein im vergangen Jahr stieg der Ölpreis um 57 Prozent. Jetzt kletterte er auf die Rekordmarke von fast 140 Dollar.
Mit Angebot und Nachfrage allein hat das kaum noch etwas zu tun. Genauso verantwortlich für den schnell ansteigenden Ölpreis sind Spekulanten an den Rohstoffmärkten, vor allem aber auch die Spannungen zwischen den USA und dem Ölproduzenten Iran, die Unruhen und Attentate im ölreichen Irak sowie die Rebellenangriffe auf Ölförderanlagen in Nigeria.
Das Problem dabei ist: Öl ist der Schmierstoff der Wirtschaft; wenn es immer teurer wird, gerät der Konjunkturmotor ins Stottern.
In vielen Ländern Europas, in Frankreich und Italien, Großbritannien und Spanien, protestierten in den vergangenen Wochen Betroffene gegen die hohen Spritpreise. Bauern, Fischer, Taxi- und Fernfahrer - ihnen allen bleibt am Ende des Monats immer weniger zum Leben. Sie fürchten um ihre Existenz.
Wenn Erdöl teurer wird, werden auch Düngemittel, Treibstoff, Heizöl, in weiterer Folge Nahrungsmittel und Gebrauchswaren, von der Zahnpasta bis zum Papier, teurer - und auch Erdgas: Die Gaspreise sind nämlich an die Ölpreise gekoppelt. Damit steigen für die Menschen auch die Lebenshaltungskosten immer weiter. Die Energiekosten machen daran einen Löwenanteil aus.
Lösungsvorschläge der Politik: Wiedereinstieg in die Atomenergiewirtschaft, Energie-Sozialtarife für ärmere Haushalte, Mehrwertsteuersenkung für Energie, noch mehr auf alternative Energien setzen, Gas- vom Ölpreis abkoppeln und vieles mehr. Auf lange Sicht scheint aber keiner dieser Vorschläge dauerhaft zu taugen.
Was meinen Sie: "Teure Energie - welchen Ölpreis verträgt die Welt?"
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