Fokus Europa | 04.07.2008 | 18:15
Türkische Regierung unter Druck
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Der türkische Premierminister ErdoganWarum türkische Militärs gegen die Regierung putschen wollen, wie Sterbehilfe in der Schweiz aussieht und was die Radfahrer kurz vor Beginn der Tour de France machen – mehr in Fokus Europa.
Im türkischen Ankara läuft seit Anfang der Woche die Hauptverhandlung gegen die Regierungspartei AKP. Das türkische Verfassungsgericht wirft ihr vor, Pläne für eine islamische Republik zu verfolgen und den säkulären Staat zu zerstören. Dabei scheint die Gefahr eines Umsturzes eher aus dem entgegengesetzten politischen Lager zu drohen, von den Nationalisten. Anfang dieser Woche wurden zwei ehemalige türkische Generäle festgenommen, die einer nationalistischen Organisation angehören. Am Freitag wurde bekannt, dass sie gegen die Regierung Erdogan putschen wollten und zwar an diesem Wochenende, wie Ulrich Pick in Fokus Europa berichtet.
Weitere Themen der Sendung am 04.07.2008 um 18:15 UTC:
Und jetzt geht es hier um das sensible Thema Sterbehilfe. In Deutschland will der Bundesrat verhindern, dass Organisationen damit Geld machen. Heute hat die Kammer beschlossen, dass jede Form von kommerzieller Sterbehilfe per Gesetz unter Strafe gestellt werden soll. Dabei gibt es in Deutschland bisher gar keine kommerziellen Organisationen, die Menschen in den Freitod begleiten. Immer mehr Sterbewillige reisen deshalb ins Nachbarland, die Schweiz, wie Pascal Lechler in Fokus Europa berichtet:
Die Fußball-Europameisterschaft ist gerade beendet, da steht das nächste sportliche Großereignis an: Die Tour de France. Am Samstag beginnt die große Radrundfahrt im nordfranzösischen Brest. Drei Wochen sind die Radsportler unterwegs bis sie endlich am Triumpfbogen in Paris ankommen. Insbesondere in Deutschland hat die Tour de France seit einigen Jahren Imageprobleme - Hintergrund sind die zahlreichen Dopingfälle – auch wenn nun zunächst alle nach vorne schauen. Katarina Wojczenko berichtet für Fokus Europa aus Paris über die Vorbereitungen.
Nachdem 2006 das Netzwerk des spanischen Doping-Dokors Eufemiano Fuentes aufgedeckt wurde, haben viele darauf gehofft, dass der Radsport endlich sauberer wird. Doch daraus wurde offenbar - nichts: die meisten Radfahrer, deren mutmaßliche Namenskürzel in der Kundenkartei von Fuentes standen, bestreiten den Betrug. Einige treten dieses Jahr wieder an, so zum Beispiel der Sieger der Tour von 2007, der Spanier Alberto Contador. In seiner Heimat wird er trotz Dopingverdacht gefeiert, als sei nichts gewesen, wie Marc Koch in Fokus Europa berichtet.
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| 04.07.08 | 18:15 | Erstausstrahlung |
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