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Wirtschaft | 02.07.2008 | 15:30

Autoindustrie zwischen Optimismus und Depression

Die guten alten Zeiten - Elvis Presleys Cadillac, Baujahr 1959.Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Die guten alten Zeiten - Elvis Presleys Cadillac, Baujahr 1959.

Autobauer auf der ganzen Welt sind zur Zeit besorgt: hohe Spritpreise, die Klimadebatte und ein gebremstes Wirtschaftswachstum lassen sie um ihre Autoverkäufe bangen. Über die Schwierigkeiten der Hersteller, aber auch über die Zukunft des Autofahrens geht es in dieser Sendung.

Absatzplus trotz Ölpreishoch

Die deutschen Hersteller scheinen von den Sorgen der Konkurrenz zur Zeit nicht viel zu spüren: Im ersten Halbjahr haben sie überraschend viele Autos verkauft, für das Gesamtjahr rechnen sie sogar mit einer Steigerung um 3 Prozent auf rund 11 Millionen Fahrzeuge. Ein Bericht über eine selbstbewußte Branche.

Wie fahren wir morgen?

Die Zeichen der Zeit werden von großen Unternehmen oft nicht rechtzeitig erkannt. Ein Beispiel ist der Smart, ein Kleinwagen, der zu Daimler gehört. Ursprünglich war er als umweltschonendes Auto mit Elektroantrieb geplant. Volkswagen hatte an dem Projekt kein Interesse, und Daimler wollte keine Elektromotoren.

Heute dagegen würden sich die Hersteller die Finger danach lecken, ein preisgünstiges Auto mit Elektromotor im Markt zu haben. Zur Zeit überschlagen sie sich mit Ankündigungen, bald entsprechende Fahrzeuge anzubieten. Ferdinand Dudenhöffer ist Professor für Automobilwirtschaft in Gelsenkirchen. Mit ihm haben wir über die Zukunft der Elektroautos gesprochen.

Die Entdeckung der Sparsamkeit

Während die deutschen Autobauer noch relativ gut dastehen, ist die Lage der US-Hersteller dramatisch. Analysten rechnen damit, dass in den USA in diesem Jahr so wenig Autos verkauft werden wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Schuld daran ist auch die Modellpolitik der großen US-Hersteller. Jahrelang verdienten sie gut mit großen, spritfressenden Geländewagen und Pick-up-Trucks. Offensichtlich haben sie nicht im Traum daran gedacht, dass sich die Wünsche ihrer Kunden über Nacht ändern könnten. 
Unsere Korrespondentin berichtet über ein böses Erwachen.

 
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Datum UTC  
02.07.08 15:30 Erstausstrahlung
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