Wirtschaft | 08.07.2008 | 15:30
Die Nahrungsmittelkrise und ihre Auswirkungen
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Reisverteilung in BangladeschWer ist Schuld an hohen Nahrungsmittelpreisen und wer leidet besonders? Die Schuldfrage ist sicher nicht ganz eindeutig zu beantworten. Dass allerdings die Armen dieser Welt besonders betroffen sind von drastisch steigenden Lebensmittelpreisen, zeigt sich unter anderem am Beispiel Bangladesch.
Reis ist das Hauptnahrungsmittel in Bangladesch – doch der Preis dafür ist im vergangenen Jahr um mehr als ein Viertel gestiegen. Für Menschen, die sowieso den Hauptteil ihres Geldes für Lebensmittel ausgeben müssen, ist das kaum zu schaffen. Die Möglichkeiten der Regierung von Bangladesch, ihre Bevölkerung mit subventioniertem Reis zu versorgen sind begrenzt - teilweise durch eigene Regelungen, teilweise aber auch durch Ausfuhrstopps aus Indien.
Als Mitverursacher für die Nahrungsmittelkrise und die steigenden Preise wird oft die gestiegene Nachfrage in China genannt. Durch das starke Wirtschaftswachstum zu Geld gekommen, würden viele Chinesen auch mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Zudem will die chinesische Regierung auch vom Biosprit-Boom profitieren, diese Ambitionen hat sie allerdings aus Angst vor einem Versorgungsengpass bei Getreide für die Lebensmittel vorerst zurückgeschraubt. Auch klimatische Auswirkungen wie Dürren schränken den Nachschub schon jetzt in einigen Teilen Chinas ein – und das fördert die Gefahr von politischer Instabilität.
Wer profitiert von der Krise in Simbabwe?
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Trotz hoher Inflation gibt es InvestorenDas Land im südlichen Afrika ist ruiniert. Heruntergewirtschaftet hat es der „wiedergewählte“ autokratische Präsident Robert Mugabe in seiner mehr als 28-jährigen Amtszeit. Auch wenn die Bevölkerung, insbesondere die schwarze Bevölkerung in Simbabwe unter dieser Situation schwer leidet, bietet das Land manchen Wirtschaftszweigen gute Aussichten. Trotz der Sanktionen, die über das Land verhängt wurden, engagieren sich nach wie vor auch ausländische Investoren, zum Beispiel aus den USA und Großbritannien.
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