| 12.05.2008 | 21:00 UTC
Trotz guter Ergebnisse: Pro-Europäer in Serbien verfehlen Mehrheit
BELGRAD: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Serbien ist die pro-europäische Liste unter Führung der DS-Partei von Präsident Boris Tadic zwar stärkste Gruppierung geworden. Doch reichen die Mandate nach den Zahlen der Wahlkommission nicht für eine Mehrheit im 250 Sitze zählenden Parlament in Belgrad. Eine solche Mehrheit können dagegen die Parteien des Anti-Europa-Blocks bilden. Unter Führung der ultranationalistischen Radikalen (SRS) könnten sie eine Koalition mit wenigstens 127 Mandaten schmieden. Entsprechende Verhandlungen wurden bereits aufgenommen. Die EU, die USA und mehrere Länder in Europa – darunter auch Deutschland – würdigten das starke Abschneiden der pro-europäischen Kräfte in Serbien.
