| 18.07.2008 | 17:00 UTC
Russland versucht sich Bodenschätze am Nordpol zu sichern
MOSKAU: Im Streit um die Rohstoffvorkommen am Nordpol hat der russische Präsident Dmitri Medwedew ein Dekret zur raschen Erschließung des Festlandsockels erlassen. Die im Eismeer vermuteten Vorkommen von Gas, Öl und anderen Rohstoffen sollen demnach ausschließlich von russischen Unternehmen gefördert werden dürfen. Dabei sollen die Betreiber nicht durch Ausschreibungen ermittelt, sondern von der Regierung in Moskau bestimmt werden, wie die Agentur Itar-Tass unter Berufung auf den Kreml meldet. Auch die anderen Arktis-Anrainer USA, Kanada, Norwegen und Dänemark erheben Anspruch auf die Unterwasserregionen am Nordpol. Ende Mai hatten sich die Arktis-Anrainer bei einem Treffen auf Grönland zur friedlichen Lösung ihres Territorialstreits verpflichtet.
