Kultur | 16.05.2008 | 15:45

Stunde Null

Mit stolzer Miene sitzt der millionste Gastarbeiter in der Bundesrepublik, Armado Rodrigues aus dem kleinen Dorf Vale de Madeiros in Portugal, auf dem Moped, das er bei seiner Ankunft im Köln-Deutzer Bahnhof geschenkt bekam.

Ein Stück über Einwanderer im Kölner Schauspiel in Zusammearbeit mit den Duisburger Aktzenten erzäht Geschichten der so genannten "Gastarbeiter" in den 1950ern

Deutschland Mitte der 50ger Jahre: das Wirtschaftswunder kurbelt den Aufschwung mächtig an. Tausende von ausländischen Arbeitskräften werden in diesen Jahren für die Industrie angeworben: aus Portugal, Italien und später dann auch aus der Türkei. „Gastarbeiter“ werden sie genannt, die auf Zeit in Deutschland arbeiten sollen. Für den Autor und Regisseur Nuran David Calis, der als Sohn armeinisch-jüdischer Einwanderer in Bielefeld geboren wurde,ist das die zweite „Stunde Null“, wie er sein neuestes Theaterstück nennt. Wie diese Zeitreise in die Vergangenheit der frühen Bundesrepublik auf der Bühne aussieht, hat sich für uns Heike Mund angesehen Außerdem: Museumsparty - die klassischen Kulturorte im Event-Taumel 75 Jahre Autokino- Fummeln vor der Großleinwand

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