Wirtschaft | 13.05.2008 | 15:30
Nicht golden, sondern vergessen? - Deutschlands Mitte

Die goldene Mitte - das klingt nach einem guten Platz zwischen oben und unten. Doch wer sich bei Deutschlands Unternehmern und Arbeitnehmern umsieht, könnte seine Zweifel kriegen, ob es sich in der Mitte wirklich so blendend lebt.
Mittelständler sind die Stütze des deutschen Arbeitsmarktes. Während Großunternehmen tausende Arbeitsplätze abgebaut haben, haben sie tausende geschaffen. Besonders gehegt und gepflegt wird der Mittelstand trotzdem nicht. Ganz zu Unrecht könnte ihn die Hauptlast der schwelenden Finanzkrise treffen, weil Banken für ihn die Kreditvergabe verschärfen wollen. Schon heute muss er pro Mitarbeiter die höchsten Bürokratiekosten berappen. Und falls sich die EU-Kommission durchsetzt, könnte es noch dicker kommen - denn dann droht ihm der internationale Bilanzierungsstandard IFRS.
Bürokratie und zuweilen ein hart umkämpfter Markt: Wer einen Neustart wagt, muss eine solide Geschäftsidee haben und ordentlich rackern. Und das ist längst nicht alles. Was sonst noch zählt, um sich als frischgebackener Kleinunternehmer durchzusetzten? Ein Besuch bei Frank Rittwegers jungem Handwerksbetrieb bringt Antworten.
Nicht nur mittelständische Unternehmen, Deutschlands Mitte insgesamt fühlt sich vernachlässigt. Sie fürchtet sich vor der Zukunft, weil sie mit dem sozialen Abstieg rechnet. Doch: sorgt sie sich zurecht? Oder haben wir es mit einer Menge tonangebender Angsthasen zu tun? Mehrere Studien suchen nach der richtigen Einschätzung und wir haben die Ergebnisse für Sie gesammelt, verglichen und abgewogen.
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