Wirtschaft | 14.05.2008 | 15:30
Unbezahlbar - Der Senior Experten Service wird 25

Gesucht wird ein Kommunikationstechniker für Pakistan. Doch wer jung ist, wird den Job nicht kriegen - weil der Senior Experten Service (SES) nur Rentner will. In diesem Jahr wird er 25 Jahre alt. Zeit, den SES kennen zu lernen.
Als der Senior Experten Service vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, da waren die rüstigen Rentner noch gar nicht gefragt. Heute schon. Wer für den SES ins Ausland geht und dort Entwicklungsarbeit leistet, ist schon ein wenig in die Jahre gekommen. Der Vorteil: Rentner haben Zeit, sie haben viel berufliche Erfahrung - und sie geben sich mit dem zufrieden, womit die Jungen nie einverstanden wären: mit ein wenig Taschengeld. 7.500 Senior Experten hat der SES in seiner Kartei. Wir machen Sie mit einem bekannt.
Manchmal bringen die Senior Experten nicht nur ihre Berufserfahrung mit, sondern auch gute Kontakte zu Unternehmern. Im Idealfall wird aus einem solchen Kontakt dann ein Förderer, und die kann der Experten-Service gut gebrauchen. Denn organisiert ist der SES in einer Stiftung. Seit 2003 ist Franz Schoser ihr Vorstandsvorsitzender. Monika Lohmüller hat sich mit ihm unterhalten - und viel erfahren über den Idealismus von Frührentnern, die SES-Frauenquote und das Engagement der Bundesregierung.
Fünf Millionen Euro pro Jahr bekommt der SES aus dem Bundeshaushalt des Entwicklungsministeriums. Der Deutsche Entwicklungsdienst DED entsendet ebenfalls Fachleute ins Ausland, doch er bekommt ein Vielfaches mehr, schließlich muss er seine Entwicklungshelfer bezahlen. Wie gut solch teure Entwicklungsarbeit ist? Wir besuchen Schreinermeister Wolfgang Altenburg in Kairo und sehen nach.
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