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13.06.2008

Norbert Walter: Preiskontrollen und Subventionen kein Mittel gegen hohe Lebensmittel- und Energiepreise

Chefvolkswirt der Deutschen Bank im Interview der Deutschen Welle

        

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat sich vor Beginn des G-8-Finanzministertreffens in Osaka (Japan) „strikt gegen Preiskontrollen und Subventionen von Regierungsseite“ ausgesprochen. In einem Interview der Deutschen Welle sagte Walter: „Das würde das Problem der hohen Preise verlängern, wenn nicht gar verschlimmern.“ Zugleich sprach sich der Chefvolkswirt dafür aus, „mitzuhelfen, dass niemand verhungert, und die Ärmsten zu unterstützen. Ansonsten würde ich überall, wo es geht, Weltmarktpreise für Nahrungsmittel und Energie wirken lassen.“ Damit könnten zwei Ziele erreicht werden: Sparsamkeit beim Verbrauch und „Anregungen für potenzielle Anbieter, endlich kräftig zu investieren, damit das Angebot an Nahrungsmitteln und Energie sich zügig ausweitet“.

Walter lehnte zugleich Appelle an die OPEC ab, die Ölförderquote zu erhöhen: „Eine liebenswerte Idee, aber nutzlos. Diejenigen, die kooperationswillig sind, arbeiten schon an der Kapazitätsgrenze. Darüber hinaus ist es müßig, Irak und Iran aufzufordern, mehr Öl zu produzieren. Dort herrscht wirtschaftliches und politisches Chaos.“

13. Juni 2008
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