Fokus Europa | 09.07.2008 | 06:15

Europas Himmel bekommt einen Preis

Was hinten raus kommt soll in Zukunft streng kontrolliert werden.

Europas Flugverkehr soll in den Emissionshandel mit einbezogen werden, Polen macht mobil gegen den Vertrag von Lissabon und in Slowenien werden neue Mautgebühren eingeführt. Mehr im Fokus Europa.

Viele Europäer nutzen das Flugzeug, um an ihr Urlaubsziel zu gelangen. Das ist bequem, aber wenig umweltbewusst. Das zumindest sagt die Europäische Union und will die Fluglinien stärker an den Kosten des Klimawandels beteiligen. Ab 2012 soll auch der Luftverkehr in den Emissionshandel einbezogen werden. Das hat jetzt das Europäische Parlament entschieden und damit weltweit ein Signal gesetzt. Damit kommt eine Regelung, gegen die vor allem die Fluggesellschaften erbittert gekämpft haben. Fokus Europa hat dazu bei Thomas Kropp - dem Leiter der Konzernpolitik der Lufthansa nachgefragt.

Weitere Themen der Sendung am 09.07.2008 06:15 UTC:

Positive Nachrichten sind zuletzt rar geworden, wenn es um die Zukunft der europäischen Institutionen geht. Nach dem Nein der Iren in einer Volksabstimmung hängt die Zukunft des Vertrags von Lissabon, der die EU fit fürs 21. Jahrhundert machen soll, am seidenen Faden. Während die Iren nach einem Ausweg aus der Krise suchen, geht die Ratifizierung des Vertrages in Europa weiter. Mit der Zustimmung des Senats am Dienstag ist jetzt auch die Zustimmung der Niederlande unter Dach und Fach. Das ist insofern interessant als dort und in Frankreich das Vorgänger-Dokument, die EU-Verfassung, bei Volksabstimmungen durchgefallen waren. Doch für Aufatmen bleibt in Brüssel wenig Zeit. Denn gleichzeitig sorgen anderswo auch die Vertrags-Kritiker für Schlagzeilen. Zum Beispiel Polens Präsident Lech Kaczynski. Aus Warschau berichtet Florian Kellermann für Fokus Europa.

In Europa stöhnen derzeit die Kunden über gestiegene Preise an den Tankstellen und in den Supermärkten. Ohnmächtig ausgeliefert fühlt sich da so mancher Verbraucher dem Treiben der Spekulanten an den internationalen Rohstoffmärkten. Doch in Slowenien greift seit dem 1. Juli auch der Staat tiefer in die Tasche der EU-Bürger. Seit einer Woche gilt dort eine Vignettenpflicht für alle Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen. Wer auf Autobahnen, Schnellstrassen oder der Stadtautobahn unterwegs ist, darf dies nur noch mit dem grünen Aufkleber auf der Windschutzscheibe. Während sich slowenische Pendler über die neuen Mautgebühren freuen, klagen Touristen über Wucherpreise. Slowenien-Korrespondentin. Tatjana Dolanc berichtet für Fokus Europa.

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