Made in Germany (deutsch)

Steiff - Irrweg nach China

Qualität geht vor und deshalb kommt Steiff zurück. Stark angeschlagen hat der Plüschtierhersteller vor vier Jahren den Schritt nach China zur Billigproduktion gemacht. Jetzt die Rolle rückwärts.

Bis 2010 heißt es "back to Germany", bzw. "back to Europe". Grund sind Probleme, mit denen alle kämpfen: mangelnde Qualität, teurer Transport, lange Lieferzeiten - und die Situation spitzt sich zu. Zwei Monate Lieferzeit für den Plüsch-Knut waren zuviel, das schwäbische Traditionsunternehmen muss künftig schneller auf Trends reagieren, wenn Steiff die anhaltenden Umsatzeinbrüche stoppen will.

Legt die Globalisierung jetzt den Rückwärtsgang ein? Der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie glaubt, Steiff bleibt kein Einzelfall. Gerade für Premium-Hersteller birgt die die chinesische Produktion oftmals mehr Risiken als Vorteile. Eine Reportage von Carmen Meyer.

 

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Sie sagten Stopp. Die neue Managerriege im Traditionshaus Steiff holt die China-Produktion zurück. Die Entscheidung ihrer Vorgänger war heftig umstritten, durch günstige Kuscheltiere sollte der Absatz wieder steigen. Doch mit diesem Kurs machen sie jetzt Schluss.

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Für Geschäftsführer Martin Frechen war der Schritt nach China dennoch kein Fehler: "Ddas würde ich so gar nicht darstellen, dass das ein Fehler war, wir sind 128 Jahre alt oder jung, wie man das will, man versucht natürlich verschiedene Dinge, und zur damaligen Zeit, hat die damalige Geschäftsführung sicherlich gesagt, das ist der Schritt der uns weiterbringt, der uns in die Lage versetzt, die Märke weltweit mit anderen Preisniveaus zu bedienen, jetzt sind vier Jahre vergangen, viele Erfahrungen gesammelt, und müssen feststellen, das was wir machen, für die Komplexität unsere Artikel für die Kontinuität Stabilität, die wir insgesamt brauchen im Gesamtprozess, es nicht der Königsweg ist."

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Das Problem war vielschichtig, Lieferzeiten, Logistik und Qualität. Entscheidend für die beiden Geschäftsführer – sie fordern Qualität auf höchstem Niveau. Martin Frechen: "Es ist jetzt so, dass bei diesem Produkt es natürlich extrem drauf ankommt, dass im Gesicht alles stimmt, also leichte Verschiebung der Augen, also wenn, das eine ein bisschen weiter unten wäre, wäre schon der Ausdruck abgeschwächt, die Gesichtssymmetrie muss stimmen, die Schnurrhaare, die Barthaare müssen genauso eingezogen wären, wie es sicht gehört, diese Perfektion, die Teilweise sich im Millimeterbereich bewegt, können wir in unseren eigenen Fertigungsstätten an sich Sicht besser herstellen darstellen als wenn sie bei Fremdlieferanten liegen."

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Die beiden Geschäftsführer hoffen, dass die Umstellung auf die eigene Produktion kostenneutral läuft. Zwar sind die Näharbeiten in Europa teurer, dafür sind sie in Zukunft wieder flexibler.

Dennoch will und muss der Traditionshersteller auch in Zukunft den Massenmarkt bedienen. Mit kleinen, aber für den Kunden erschwinglichen Plüschtieren.

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Am deutschen Standort in Giengen wollen sie vor allem die Designabteilung stärken. Hier schlägt das Herz des Unternehmens. Ob sie jetzt in der Spielzeugbranche einen Trend auslösen, wissen sie nicht, aber bei anderen Premiumherstellern ist das durchaus denkbar.

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Wilfried Blömeke-Trox, der andere der beiden Geschäftsführer, sagt: "Ich denke, Leute die eigene Kompetenzen haben, die eigene Produktionswerke haben auch in Europa, das die dazu neigen werden, andere Spielzeughersteller sind ja eigentlich in der Form nur noch Handelsvertreter, die haben gar nicht mehr die Möglichkeit"

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Schon jetzt hat Steiff überwiegend umgestellt, das typische Fähnchen im Ohr gibt es nur noch mit "Made in Germany". Zur Olympiade gehen diese Pandas in Europa vom Band.

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