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04.07.2008

EU-Innenministertreffen in Cannes

Symbolbild, EU, Fahne, Flagge, Hände, Hand (15. Mai 2005/AP)

Was die EU-Innenminister in Cannes beraten, wie die Slowenen die neue Vignettenpflicht finden und warum immer mehr britische Jugendliche zu viel Alkohol trinken – dies und mehr in Fokus Europa.

Am Montag und Dienstag treffen sich die Innenminister der Europäischen Union in Cannes, um über eine Verbesserung der gemeinsamen Asyl- und Einwanderungspolitik zu beraten. Die französische Ratspräsidentschaft will den Kampf gegen illegale Einwanderung verstärken, dafür sollen die EU-Mitglieder einen Pakt zur Einwanderungspolitik schließen. In Cannes soll ein gemeinsamer Vorschlag Frankreichs, Spaniens und Deutschlands diskutiert werden. Beschlüsse sollen erst auf dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs im Oktober gefasst werden. Über die Details berichtet Bernd Riegert für Fokus Europa.

Weitere Themen der Sendung am 07.07.2008 um 06:15 UTC:

In Slowenien gilt ab dem 01. Juli eine Vignettenpflicht für alle Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen. Jeder Nutzer einer Autobahn, Schnellstrasse oder Stadtautobahn muss den grünen Aufkleber seit knapp einer Woche haben. Für viele slowenische Pendler ist die Vignette eine große Vergünstigung, während die Durchreisenden auch von Wucher sprechen. Tatjana Dolanc beleuchtet die Hintergründe für Fokus Europa.

Immer mehr Jugendliche in Großbritannien sterben, weil sie zu viel Alkohol trinken. In den letzten 15 Jahren hat sich diese Anzahl verdoppelt. Die Ärzte sehen immer mehr Patienten mit Leberzirrhose, die erst 20 oder 30 Jahre alt sind. Früher war das eine Krankheit älterer Menschen. Der neue Bürgermeister Londons, Boris Johnson, hat nun den Genuss von Alkohol in allen öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. Im Londoner Stadtteil Camden sind an Wochenenden sogar besondere Alkoholambulanzen unterwegs, um Notstationen zu entlasten. Ruth Rach berichtet für Fokus Europa aus London.

"Eurogeneration `Allein gelassen´": Diese Formulierung haben rumänische Journalisten bereits vor einigen Jahren erfunden. Sie sollte vor allem griffig klingen, doch inzwischen ist sie bittere Wahrheit. Laut Unicef-Rumänien wachsen rund 350.000 Kinder in Rumänien allein auf, weil ihre Eltern im Ausland arbeiten. Die rumänische Politik hat diese Tatsache bisher weitgehend ignoriert, denn noch gibt es staatlicherseits für die allein gelassenen Kinder kaum Sozial- und Betreuungsmaßnahmen. Um so beeindruckender sind die wenigen Privatinitiativen, mit denen Kindern geholfen werden soll. Eine davon ist das Projekt "Die Kinder kümmert es. Dich auch?" in dem südrumänischen Städtchen Topoloveni. Keno Verseck berichtet für Fokus Europa.

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